Neuer Canyon Akaba, Jordanien
Dieser tiefe Canyon mit Korallenwänden wurde nach dem Erdbeben von Akaba im Jahr 1983 entdeckt. Halten Sie die Augen offen – hier herrscht auf allen Ebenen der Nahrungskette ein reges Leben, das sich mit zunehmender Tiefe verändert. Es gedeiht auf einem uralten fossilen Riff, das bis zu 35 m tief reicht, bevor es plötzlich ins offene Blau abfällt …

New Canyon Tauchplatz: Tauchmetriken & Funktionen
- Location
- : 29.41891, 34.97211
- Name
- : New Canyon
- Tiefe
- : 12m bis bodenlos
- Bedingungen
- : Canyon/Steilwand, leichte Strömung in der Tiefe
- Sichtweiten
- : Ausgezeichnet (20m+)
- Zugang
- : Strand
- Niveau
- : Anfänger bis fortgeschritten
- Schnorcheln
- : Nein
- Andere Namen
- : Oliver’s Canyon
New Canyon: Tauchplatzübersicht
Wir rüsten uns nicht weit vom Tank entfernt aus – viele Taucher beginnen ihre Tauchgänge gerne hier – oder, falls Sie mit dem Boot tauchen, von einem nahegelegenen Liegeplatz aus. Wir steigen auf den sandigen Meeresboden in 12 m Tiefe ab und schwimmen zum offenen Meer hinaus, wobei wir der Neigung des Bodens folgen. Nach nur wenigen Flossenschlägen beginnen die Canyonwände um uns herum aufzusteigen.

Besonders häufig sind hier Skorpionfische und Weichtiere, aber auch Schwärme von Riff-Fischen und eine große Vielfalt an Sandbodenbewohnern zwischen Korallenstöcken und -türmen.

An den Korallenwänden des Canyons sind Korallen, Anemonen, Schwämme und andere wirbellose Tiere reichlich vertreten. Fischschwärme sind in dieser Gegend keine Seltenheit, da die milde Gezeitenströmung nährstoffreiches Wasser in Richtung des offenen Meeres vor uns leitet.
Bevor wir dort ankommen, müssen wir eine Entscheidung treffen – links oder rechts?
Wenn wir nach links gehen, öffnet sich der Canyon um uns herum und wir kommen zu einem tischförmigen Seegrasbett mit verstreuten Korallenköpfen, die die Topografie in etwa 15 m Tiefe auflockern. Schildkröten- und Rochensichtungen sind hier keine Seltenheit. Dies ist ein großartiger Trainingsbereich mit viel Leben und offenen Bereichen für Übungen.

Wenn wir uns jedoch direkt an der Biegung rechts halten würden, wäre unser Taucherlebnis anders. Beim Abstieg über 21 und dann 24 m beginnen Hartkorallen die Wände zu dominieren und schwarze Korallen beginnen. Als wir uns dem Ende des Canyons nähern, beginnen wir, größere pelagische Arten und Riffräuber zu sehen (Haie werden allerdings selten gesichtet).

Auf 24 m Tiefe fällt der Meeresboden unter uns ab. Hier müssen wir darauf achten, unsere geplante Tauchtiefe in kristallklarem Wasser nicht zu überschreiten. Im Canyon herrscht oft eine leichte Strömung, das sollten wir bei unserem Ausstieg berücksichtigen. Nur Taucher mit entsprechender Tec-Ausbildung und Erfahrung sollten weiter als bis hierhin vordringen.
Zunächst steigen wir ein Stückchen weiter auf und folgen der Canyonwand – oder dem darüber liegenden Riff in etwa 18 m Tiefe – zurück zu unserem Ausstiegspunkt und tauchen, wenn es die Luftversorgung zulässt, den ganzen Weg zurück, um den Tank bei einem der besten Sicherheitsstopps zu erkunden.

